Restaurierung

Erhalten, was Geschichte ist

Der Club Bm 22-70 erhält seine Wagen durch sachgemässe Revisionen und fachmännischen Unterhalt — geleistet von freiwilligen Helfern, damit historisch-technische Kulturgüter in einsatzfähigem Zustand bleiben.

Abgeschliffener Wagenkasten in der Halle, ein Helfer bei der Vorbereitung der Lackierung
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Im Originalzustand, einsatzfähig

Unsere Abteilwagen sind — abgesehen von technischen Anpassungen — praktisch im Originalzustand erhalten geblieben. Jede Arbeit folgt diesem Anspruch: die Substanz bewahren, das historische Erscheinungsbild zurückbringen und die Wagen so unterhalten, dass sie weiter auf Publikums- und Sonderfahrten unterwegs sein können.

Aufgearbeiteter Innenraum mit gepflegten Polstersitzen
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Aus Alt wird Neu

Heute präsentiert sich der Innenraum wieder sauber und gepflegt, fast wie bei der Ablieferung an die SBB 1968. Davor sah es anders aus: versprühte Feuerlöscher, zerschnittene Polster und Wandverkleidungen — das Werk von Vandalen, dazu altersbedingt blinde Fensterscheiben und viel Schmutz.

Vorher / Nachher

Vom Graffiti zum SBB-Grün

Beide Abteilwagen waren bei der Übernahme durch den Club teils stark durch Vandalen versprayt — eine Neulackierung wurde nötig. Sie erhielten wieder das originale SBB-Grün sowie den alten SBB-Schriftzug mit dem Schweizerkreuz und zeigen sich so heute wieder im historischen Erscheinungsbild.

Wagen mit Graffiti vor der Aufarbeitung
Vorher
Neu lackierter Wagen im originalen SBB-Grün
Nachher

Schritt für Schritt

Aus Schrott zum Kulturgut

Der Bm 22-80 201-3 war der erste clubeigene RIC-Reisezugwagen, den der Club aus „Schrott" für eine neue Bestimmung restaurierte und aufarbeitete.

  1. VorbereitenAlte Farbe anschleifen, Dellen ausspachteln, Fenster abdecken — der Wagenkasten wird grundiert.
  2. Deckfarbe spritzenNach einem Zwischenschliff wird die grüne Deckfarbe aufgespritzt.
  3. BeschriftungDer alte SBB-Schriftzug mit dem heimatlichen Schweizerkreuz kommt zurück auf den Wagen.
  4. Zurück auf die SchieneZweite Jungfernfahrt am 10. Juni 2006 in Sumiswald-Grünen.

Technische Revisionen

Damit die Wagen fahren dürfen

Erhaltung heisst nicht nur Lack und Politur. Damit die Wagen weiter verkehren dürfen, müssen sie laufend den aktuellen Vorschriften angepasst werden.

  • Automatische TürblockierungFür den internationalen Verkehr nachgerüstet, wie es die aktuellen Vorschriften verlangen.
  • Erhaltene DampfheizungBewusst nie ausgebaut — als letzte Wagen ihres Typs lassen sie sich so auch im Winter von Dampflokomotiven beheizt einsetzen.
  • ÜbersetzfensterErhalten und funktionstüchtig — richtig zum Öffnen. Ideal zum Fotografieren.

Aufarbeitung für andere

Know-how für historische Wagen

Was unsere freiwilligen Helfer an den eigenen Wagen leisten — Revision, Lackierung, fachmännischer Unterhalt — bieten wir auf Anfrage auch für andere historische Fahrzeuge an.